7 Tipps für eine Pyrenäen Durchquerung

by Sara Hallbauer
0 comment

8 Tage, 850 Kilometer und 20.000 Höhenmeter – vom Atlantik ans Mittelmeer. Das war meine Durchquerung der Pyrenäen im September 2020. Ein wundervolles Erlebnis und eine der schönsten Radreisen, die Du meiner Meinung nach in Europa innerhalb einer Woche unternehmen kannst. Damit diese Tour auch für Dich zum Highlight wird, findest Du hier meine 7 Tipps für eine Pyrenäen Durchquerung mit dem Rennrad:

1. Nimm Dein eigenes Müsli mit

Die Franzosen essen morgens süss, d.h. es gibt in jeder Pension und in jedem Hotel Croissant und Baguette ohne Ende. Ich persönlich kann damit leider nicht besonders viel anfangen. Ein Baguette liefert  mir nicht die notwendige Energie, um eine Tour mit so vielen Höhenmetern zu absolvieren. Ich nehme mir deshalb meine Haferflocken, abgefüllt in kleinen Tüten vorbereitet mit. Es hat mir den Neid vieler Mitfahrer gebracht.

2. Ein Erste Hilfe Set und eine Wärmedecke sind Pflicht

Die Pyrenäen sind einsam, das ist Fluch und Segen zugleich. Segen, weil Du viel alleine unterwegs bist und Deine Ruhe hast. Fluch, weil ein Krankenwagen lange zum Unfallort braucht. Du solltest also ein Erste Hilfe Set und eine Wärmedecke immer dabei haben. Außerdem empfiehlt es sich, die Notfallnummern vorher zu recherchieren, im Handy abzuspeichern und einen Notfallkontakt zu hinterlegen. Es macht außerdem Sinn, die wichtigsten Körperteile auf französisch oder zumindest englisch parat zu haben. So kannst Du am Telefon besser beschreiben, wo sich die Verletzung befindet.

3. Pferdesalbe macht müde Beine wieder munter

Ich bin ja “eigentlich” noch nicht so alt und dachte, dass ich “eigentlich” noch gut ohne Hausmittelchen zurecht kommen würde. Die vielen Höhenmeter machen sich aber spätestens am vierten Tag bemerkbar:  meine Beine waren abends total müde. Pferdesalbe hilft dagegen. Für mich DIE Entdeckung des gesamten Urlaubs. Pferdesalbe ist sehr wohltuend,  basiert auf REIN pflanzlichen Wirkstoffen und kann im Gegensatz zu den bekannten Sportsalben wie z.B. Voltaren dauerhaft angewendet werden.

4. Schutzbleche als Anti Spritz und Anti Mist-Schutz

In Bezug auf den Straßenbelag sind die Wege in den Pyrenäen in überraschend gutem Zustand. Da war ich von meinen Radurlauben in Italien anders gewohnt. Die Herausforderung in den Pyrenäen liegt eher darin, dass sich sehr viel Kuh- und Ziegenmist auf der Straße befindet. In Kombination mit Nässe und Regen wird das schnell zu einer ziemlich ekligen Angelegenheit. Deshalb empfehle ich ein kleines mobiles Schutzblech als Spritzschutz mitzunehmen.

5. Wer Scheibenbremsen hat ist klar im Vorteil

Die Pyrenäen sind bekannt für ihre wunderschönen Pässe und die steilen Rampen, die sich Dir als Rennradler entgegenstellen. Die Abfahrten sind jedoch mindestens genauso anspruchsvoll wie die Auffahrten. Es geht steil bergab. Gerade in Kombination mit Nässe und Regen wird das richtig anspruchsvoll, vor allem wenn Du noch kein geübter Abfahrer bist. Ich war um mein Canyon Endurace mit Scheibenbremsen sehr froh und gegenüber den Mitfahrern mit Felgenbremse im Vorteil. Die Bremsleistung ist vor allem im Nassen besser ist und ermöglichte mir so eine sicherere und damit entspanntere Abfahrt.

6. Kleine Satteltasche für Wechselklamotten - auch am Rennrad

Die Landschaft in den Pyrenäen ist sehr abwechslungsreich, genauso wie das Wetter. Mal Sonne, mal Regen – mal war es warm und manchmal auch richtig kalt. Wie immer bei Pass- und Bergfahrten war Schwitzen beim Aufstieg und Frieren in der Abfahrt angesagt. Ich hatte also immer meine Beinlinge, Armlinge, Halstuch, Stirnband und Regenjacke dabei. Außerdem meine Riegel, eine kleine Luftpumpe sowie Werkzeug und eine Erstes Hilfe Set. Du kannst natürlich auch Deine Trikottasche komplett ausstopfen. Komfortabler ist es aber eine ca. 5-7 Liter große Satteltasche auch am Rennrad, in der Du das alles unter bekommst.

7. Training vorab - sonst tuts weh

20.000 Höhenmeter in einer Woche machst Du wahrscheinlich nicht unbedingt aus dem Stand heraus.  Die Pyrenäen Durchquerung mit dem Rennrad bietet sich vor allem für den Spätsommer bzw. September an. Das hat zum einen den Vorteil, dass es nicht mehr ganz so heiss ist.  Zum anderen bietet es Dir die Möglichkeit, darauf hinzu trainieren und ein paar Höhenmeter vorab zu sammeln.

Tipps_Pyrenäen-Durchquerung-Rennrad

Das waren meine 7 wichtigsten Tipps für eine Pyrenäen Durchquerung mit dem Rennrad. Solltest Du noch weitere Fragen haben, melde Dich jederzeit gerne bei mir.

Mich würde noch interessieren, welche Tipps Du noch hast, um Passfahrten mit dem Rennrad so gut wie möglich zu absolvieren. Schreib mir gerne einen Kommentar mit weiteren Ideen unten in das Formular.

You may also like

Leave a Comment

* By using this form you agree with the storage and handling of your data by this website.