Was ist Bikepacking? Ein Überblick

by Sara Hallbauer

Was ist Bikepacking – einen Überblick und alles Wissenswerte rund um das Trendthema findest Du hier.

Meine Definition von Bikepacking

Bikepacking ist Fahrrad Fahren mit leichtem Gepäck. Du bist zumeist abseits befahrener Straßen unterwegs und hast Deine Ausrüstung für mindestens eine Übernachtung dabei. Es gilt das Prinzip der Einfachheit: Je weniger Gepäck desto besser.

Die Art und Weise wie Du Dein Fahrrad packst spielt beim Bikepacking eine wesentliche Rolle. Spezielle Bikepacking Taschen werden mit Gurten und Klettverschlüssen direkt am Rahmen, Sattel und Lenker fest gemacht. Das rückt den Schwerpunkt mehr in die Fahrradmitte und nach unten. Dein Fahrrad wird so geländetauglicher.

Was für ein Bikepacking Typ bist Du?

Bevor Du Dein Hobby startest, gilt es zu klären was Du für ein Bikepacking Typ bist. Damit Dir Dein neues Hobby so viel Spaß wie möglich bereitet. Hierzu bieten sich folgende Fragestellungen an, die bei der Auswahl des richtigen Fahrrades und Equipments eine zentrale Rolle spielen. 
Überlege Dir am besten folgendes 
  • Dickes oder dünnes Reifenprofil? 

    Fährst Du lieber elegant und schnell auf Asphalt oder möchtest Du auf raueren Pisten abseits der Zivilisation unterwegs sein? 

  • Short-, Long Distance- oder Ultra Long Distance Fahrer? 

    Wie gut ist Deine Kondition, wieviel Stunden am Tag kannst und möchtest Du im Sattel verbringen? Wie lang soll Deine Wegstrecke sein? 

  • Flachlandfahrer oder Bergziege? 

    Fährst Du lieber im Flachen oder zählst Du gerne Höhenmeter? 

  • Microadventure oder Sabbatical Fahrer?

    Wieviele Tage hintereinander möchtest Du unterwegs sein? 

  • Ausprobierer oder Großinvestor?

    Wieviel Geld möchtest Du in Dein neues Hobby Bikepacking investieren?

Auswahlkriterien für Dein neues Bikepacking Fahrrad

Du braucht beim Bikepacking nicht unbedingt ein neues Rad. Du kannst mit jedem Rad in Dein Bikepacking Abenteuer starten. Oft merkst Du erst unterwegs oder nach einer längeren Tour, was Dir bei Deinem ersten Bikepacking Rad wichtig ist.

Die wichtigsten Auswahlkriterien für Dein neues Bikepacking Bike sind folgende:
  • Das Reifenprofil – Du bist beim Bikepacking abseits geteerter Straßen unterwegs, das heißt Du braucht einen Reifen mit Profil mit dem Du gut vorwärts kommst. 

  • Die Rahmengeometrie – Da Du beim Bikepacking öfters längere Tage im Sattel verbringst, empfiehlt sich ein Rahmen mit einer komfortablen Sitzposition. 

  • Das Rahmenmaterial – Alu, Carbon, Stahl oder Titan – Hier gilt es Vor- und Nachteile bzgl. Gewicht, Belastbarkeit und Preis mit Deinen persönlichen Vorlieben und der Größe Deines Geldbeutels in Einklang zu bringen. 

  • Wenig Verschleißteile – Du bist beim Bikepacking schon mal über einen längeren Zeitraum abseits der Zivilisation unterwegs. Dein Rad sollte deshalb so einfach wie möglich gebaut sein. 

  • Die Taschen, die Du für Dein Gepäck benötigst müssen guten am Fahrrad angebracht werden können. Der Rahmen muss ausreichend Möglichkeiten bieten, Trinkhalterungen anbringen zu können. Flaschen sollten nicht nur im Rahmen, sondern auch an den Gabeln montiert werden können.

  • Die für Dich passende Übersetzung Je nachdem ob Du lieber in der Ebene oder am Berg unterwegs bist, brauchst Du die jeweils passende Übersetzung dazu. 

Die verschiedenen Fahrradtypen

  • Das Mountainbike

    Mit einem Mountainbike sitzt Du bequem und hast viel Fahrspaß unterwegs. Fullys sind grundsätzlich weniger fürs Bikepacking geeignet. Sie sind schwer, die Dämpfer können unterwegs kaputt gehen und die Taschen sind schwierig zu befestigen. Besser eignet sich ein einfaches Hardtail.  Es ist ohne Federung leichter. Die Rahmenform ermöglicht ein einfacheres Befestigen der Taschen.

  • Das Fatbike

    Die fetten Räder des Fatbikes sind sehr bequem. Sie eignen sich vor allem im Winter um über Schnee, Matsch und Sand zu fahren. Durch das hohe Gewicht und die riesigen Reifen ist der Rollwiederstand sehr hoch. Als Bikepacking Bike eignet es sich daher eher für kürzere Touren in kalten Jahreszeiten

  • Das Gravelbike

    Das Grabelbike mit seinen dickeren Reifen, höherem Profil und sportlichem Lenker ist die perfekte Mischung zwischen Rennrad und Mountainbike. Es bietet einen höhere Geschwindigkeit abseits asphaltierter Straßen. Gravelbikes lassen sich gut als Bikepacking Räder einsetzen. Du solltest darauf achten, dass es genug Möglichkeiten zur Trinkflaschenbefestigung hat. Außerdem ist eine geländegängigere Übersetzung hilfreich. Die sportlichere Sitzposition führt auf langen Touren außerdem oft zu Nackenproblemen und Rückenschmerzen.

  • Das Rennrad

    Das Rennrad wird mit Bikepacking so gut wie gar nicht in Verbindung gebracht.  Es eignet sich nicht für größere Lasten und unasphaltierte Straßen. Mittlerweile gibt es im Rennrad Bereich auf Ausdauer „Endurance“ optimierte Modelle, die eine komfortablere Sitzposition und breitere Reifen aufweisen. Durch diesen Komfort Zuwachs kannst Du auch ein Rennrad auf Bikepacking Touren nutzen. Es empfiehlt sich das Gewicht auf ein Minimum zu beschränken, um den Leichtgewichts Vorteil optimal auszunutzen.

  • Das Bikepacking Rad

    Das Bikepacking Rad wurde eigens entwickelt um lange Bikepacking Touren und Races zu bewerkstelligen.  Es bietet alle genannten Vorteile, ist leicht und robust mit vielen Möglichkeiten Trinkflaschen und Taschen zu befestigen.

In meinem Beitrag „Das perfekte Bikepacking Rad“ erkläre ich Dir genauer, welches meiner drei Bikepacking Räder ich für welchen Einsatzzweck nutze.

Die passenden Taschen

Beim Bikepacking gibt es extra Taschen Systeme und eine Vielzahl verschiedener Anbieter. Der geringe Stauraum zwingt Dich dazu beim Gepäck zu sparen. Es geht darum sich auf das nötigste zu Reduzieren, den vorhandenen Stauraum sehr gut auszunutzen und clever zu packen.

Folgende Taschen sind unterwegs sehr hilfreich:

  • Tasche am Oberrohr

    In dieser Tasche bewahrst Du alles auf, was Du während der Fahrt gebrauchen kannst. Die Tasche eignet sich perfekt um Riegel, Dein Handy oder eine Powerbank zu verstauen. Wichtig ist, dass deine elektronischen Geräte wasserdicht verpackt sind.

  • Tasche am Sattel 

    Du befestigst die sogenannte „Arschrakete“ direkt am Sattel. Beim Kauf solltest Du auf feste Klettverschlüsse achten, damit die Satteltasche beim Fahren so wenig wie möglich mitschwingt. Am Berg im Wiegetritt kann Dich das Mitschwingen der Tasche aus dem Rhythmus bringen. Es bietet sich deshalb an, dass Du leichte Gegenstände wie zum Beispiel Schlafsack, Bekleidung und Ersatzteile in diese Tasche packst.

  • Rahmentasche 

    Die Rahmentasche wird im Fahrradrahmen angebracht. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass diese Tasche genau zu Deinem Fahrrad und Deiner Rahmengröße passt. Diese Tasche bietet sich für alle schweren Gegenstände an wie zum Beispiel Deine Zeltstangen, den Kocher und Werkzeug an. 

  • Lenkertasche 

    Die Lenkertasche werden am Lenker befestigt. Sie sollten nicht zu schwer bepackt werden, da sich das negativ auf das Verhalten des Lenkers auswirkt. Deshalb finden sich auch hier leichte Gegenstände wie Dein Zelt, (Regen-) Bekleidung und leichte Nahrungsmittel wieder.

  • Rucksack 

    Anfangs ist es sicherlich ausreichend, lediglich mit einem kleinen Rucksack unterwegs zu sein. Ich selber nutze zum Bikepacking öfter meinen 20 Liter Trailrunning Rucksack. Hier kommt es darauf an, den Rucksack nicht zu schwer zu bepacken, da er bei längeren Fahrten sonst Rückenschmerzen verursacht. Außerdem schwitzt man mit dem Rucksack am Rücken mehr und Du kommst schlechter an Deine Trikottaschen ran. 

Der absolute Profi Tipp: Der Dreck, der sich an Deinen Bikepacking Taschen festgeklebt hat, reibt gerne den Lack Deines Rades auf. Das passiert häufig, vor allem wenn Du länger unterwegs bist und es geregent hat. Es empfiehlt sich daher empfindliche Stellen abzutapen, damit der Lack keinen Schaden nimmt. 

BikePackingTransgermany Taschen Set Up
Mein Taschen Set Up beim Bikepacking Transgermany

Die Camping Ausrüstung

Bei Deinen ersten Bikepacking Touren wirst Du erstmal ohne Camping Ausrüstung zurecht kommen, in dem Du bei Freunden, der Familie oder in einer Pension unterwegs übernachtest. Wenn Du komplett in die Natur eintauchen möchtest, brauchst Du einen Basis Ausrüstung, die so leicht wie möglich sein sollte. Je nach Länge der Tour kann diese Liste variieren. 

Zur Grundausrüstung gehören:

  • Fahrradausrüstung und -werkzeug

    Sonnenbrille, Helm, Mini – Luftpumpe, Handschuhe, Brille, Vorder- und Rücklicht, Ersatzteile mit Schlauch, Reifenhebern und Minitool, Luftkartusche und Flickset

  • Für die Übernachtung

    Schlafsack, Isomatte, Zelt, Tarp, Biwaksack oder Hängematte

  • Fürs Campen
    Kocher, Feuerzeug, Besteck sowie Topf und Becher, Nachfüll-Treibstoff und Nahrungsmittel

  • Kleidung

    Trockene Bekleidung für den Abend inkl. warme Jacke, Wechseltrikot und Hose, Socken, Regenbekleidung, ein Paar lange Radhandschuhe, eine Mütze

  • Waschsachen

    Ein kleines Handtuch, Zahnbürste und -paste, Duschgel und Sonnencreme, Klopapier 

  • Navigation

    Dein Fahrradcomputer oder Dein Handy sowie einen geladenen Ersatzakku. Die Fahrradkarte funktioniert natürlich auch und ist vor allem gut für die Gesamt-Orientierung

  • Erste Hife Set mit Wärmedecke

BikePackingTransgermany Packliste
Was muss alles mit? Weniger ist mehr!

P.S. Die Chucks auf dem Bild habe ich später durch Flip Flops ersetzt, weil sie zu sperrig für die Bikepacking Tasche waren. 

Fazit

Gerade als Anfänger brauchst Du fürs Bikepacking nicht viel. Dein Fahrrad, einen Rucksack und los geht’s. Wenn Du auf den Geschmack gekommen bist und Deine Touren ausgiebiger gestalten möchtest, macht es Sinn, sich mit den Details zu beschäftigen.

Es gibt viele Dinge, die es beim Bikepacking zu berücksichtigen gibt. Am Anfang geht es vor allem darum erste Erfahrungen zu sammeln. So lernst Du, was Dir wichtig ist und welche Dinge auf der Tour für Dich unersetzlich sind. Die Teile, die Dir in Deiner Ausrüstung noch fehlen, kannst Du auch nach und nach noch dazukaufen oder schenken lassen.

STOP! Was für ein Bikepacking Typ bist Du? Bevor Du gehst, würde ich mich über einen Kommentar von Dir freuen. Danke Dir und machs gut! 🤗

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4 comments

Thomas Kollrepp 3. Februar 2022 - 10:59

Hy Sara.
Erstmal vielen Dank für deine Antwort! Ich bin auf denneuen Text gespannt und wünsche Dir für die Reise zum Mont Saint Michel alles Gute. Ist sehr beeindruckend- schon selbst dort gewesen. Falls es Coronabedingt dort zu Einreiseproblemen kommen sollte, könntest du ja immer noch zum Taunus Bikepacking switchen.
greetz
Thomas

Reply
Thomas Kollrepp 28. Januar 2022 - 17:54

Hallo Sara!
Dein Blog bzw deine Seite ist super informativ. Ich habe mehrere Geschichten von Dir gelesen und finde sie allesamt toll geschrieben und definitiv motivierend. Das Wichtigste ist das die Emotionen richtig rüber kommen- auch darin bist du echt gut. Ich versuche Geschichten auf meinem Blog auch so authentisch wie möglich zu verfassen um die Lesenden eventuell zu animieren.
Aktuell hab ich mir etwas aufgehalst. Auch erst angemeldet und dann genauer drüber nachgedacht.
Taunus Bikepacking Nr.5 (1000Km durch den Taunus, Solo self-supported Bike Race, 20000 Höhenmeter). Sowas hab ich noch nicht gemacht und bin recht aufgeregt. Manchmal beruhigt es mich ein wenig wenn ich mich mit der Vorbereitung beschäftige und bin deshalb auf Deiner Seite gelandet.
Bei diesem Artikel ist mir aber etwas aufgefallen.
Ich überlege welches Rad wohl das bessere wäre. Ich habe ein Fokus Atlas Gravelbike UND ein Salsa Mukluk Fatty und finde die Entscheidung gar nicht so einfach.
Das Taunus Bikepacking Höhenprofil gleicht dem eines Sägezahnes. Saftige Anstiege, die zum Großteil auf Schotter oder Waldwegen verlaufen und steile Abfahrten. Längere flache Streckenabschnitte gibt es wohl nicht. Meine Gedanken zum Fatbike sind daher folgende: Unendlich hohe Traktion auf losen oder matschigen Untergründen- bei schmäleren Reifen und weniger Profil könnte der Schlupf der Reifen eventuell anstrengender wirken. Schnelle Abfahrten in steilem Gelände gehen möglicherweise besser und sicherer als mit dem Gravel- gript gut und bremst dadurch besser. Bei ganz schwierigen Abschnitten könnte ich zudem noch den Sattel absenken. Auf flacheren Abschnitten, besonders auf Asphalt, merkt man natürlich den Rollwiderstand der Reifen! Da gebe ich Dir absolut recht und ein Gravelbike wäre die bessere Wahl. Vom Gewicht her sind meine beiden Räder nicht weit auseinander- das Fatty wiegt nur ein klein wenig mehr. Das Gravelbike hingegen bietet mir mehr Montagemöglichkeiten von Taschen und hat die deutlich angenehmere Sitzposition. Den Stoneman Arduenna in Belgien werde ich auf jeden Fall mit dem Fatty fahren. Dort gibt es steil verlaufende Trails mit vielen Wurzeln und stets feuchten Abschnitten. Da sehe ich auch große Vorteile für ein Fatbike und lasse mein Liteville 301 MK14 lieber zu Hause. Das Fatty geht einfach viel besser den Berg hoch auch wenn es nur ne 1×10 Schaltung hat. Manche haben ja Vorurteile gegen Fatbikes, die aber zum großen Anteil aus Unwissenheit entstanden sind.

Übrigens sind aktuell nur 3 oder 4 Frauen beim Taunus Bikepacking Nr.5 gemeldet- vielleicht wäre das ja auch was für Dich. Es wäre schön wenn ein paar mehr Mädels dabei wären. Vielleicht nimmst du das Event mal in deine Liste auf. Ich find das gar nicht so schlecht, da das Rennen in Deutschland stattfindet. Bei Events im Ausland könnte Corona wieder zu einem Risiko oder Einreiseproblemen führen.

Liebe Grüße
Thomas
,der Deine Art zu schreiben wirklich klasse findet! Bitte weiter so!

Reply
Sara Hallbauer 29. Januar 2022 - 11:16

Hallo Thomas,
cool – vielen lieben Dank für Dein ausführliches Feedback. Freut mich jedenfalls sehr, wenn Dir die Inhalte gefallen und auch etwas bringen. Weiss man ja so als Schreiber nicht genau, weil man so selten Feedback bekommt. Das Taunus Bikepacking Event hatte ich auch schon auf dem Schirm. Ist eine geniale Veranstaltung und ich kenne das Gebiet auch noch nicht, von daher sehr interessant! Leider passt es zeitlich nicht in meine Planung weil ich im Juni zum Bikepacking nach Frankreich möchte (Mont St Michel anschauen). Bei den Rädern ist die Entscheidung welches Rad am besten passt wirklich oft sehr schwierig. Ich mache das immer vom Untergrund abhängig. Je mehr Trails dabei sind, desto dicker sind meine Reifen. Selbst beim Tuscany Trail wo ich mit dem Salsa Cutthroat unterwegs war hab ich mir manchmal eine Federung an der Gabel und bessere Bremsen gewünscht. Es spricht also sicherlich nichts gegen Dein Fatty. Wer die Wahl hat, hat die Qual 😉
Viele liebe Grüße und der nächste Bericht zum Gran Guanche auf den kanarischen Inseln folgt!
Sara

Reply
Thomas Kollrepp 28. Januar 2022 - 11:32

Hallo Sara!
Dein Blog bzw deine Seite ist super informativ. Ich habe mehrere Geschichten von Dir gelesen und finde sie allesamt toll geschrieben und definitiv motivierend. Das Wichtigste ist das die Emotionen richtig rüber kommen- auch darin bist du echt gut. Ich versuche Geschichten auf meinem Blog auch so authentisch wie möglich zu verfassen um die Lesenden eventuell zu animieren.
Aktuell hab ich mir etwas aufgehalst. Auch erst angemeldet und dann genauer drüber nachgedacht.
Taunus Bikepacking Nr.5 (1000Km durch den Taunus, Solo self-supported Bike Race, 20000 Höhenmeter). Sowas hab ich noch nicht gemacht und bin recht aufgeregt. Manchmal beruhigt es mich ein wenig wenn ich mich mit der Vorbereitung beschäftige und bin deshalb auf Deiner Seite gelandet.
Bei diesem Artikel ist mir aber etwas aufgefallen.
Ich überlege welches Rad wohl das bessere wäre. Ich habe ein Fokus Atlas Gravelbike UND ein Salsa Mukluk Fatty und finde die Entscheidung gar nicht so einfach.
Das Taunus Bikepacking Höhenprofil gleicht dem eines Sägezahnes. Saftige Anstiege, die zum Großteil auf Schotter oder Waldwegen verlaufen und steile Abfahrten. Längere flache Streckenabschnitte gibt es wohl nicht. Meine Gedanken zum Fatbike sind daher folgende: Unendlich hohe Traktion auf losen oder matschigen Untergründen- bei schmäleren Reifen und weniger Profil könnte der Schlupf der Reifen eventuell anstrengender wirken. Schnelle Abfahrten in steilem Gelände gehen möglicherweise besser und sicherer als mit dem Gravel- gript gut und bremst dadurch besser. Bei ganz schwierigen Abschnitten könnte ich zudem noch den Sattel absenken. Auf flacheren Abschnitten, besonders auf Asphalt, merkt man natürlich den Rollwiderstand der Reifen! Da gebe ich Dir absolut recht und ein Gravelbike wäre die bessere Wahl. Vom Gewicht her sind meine beiden Räder nicht weit auseinander- das Fatty wiegt nur ein klein wenig mehr. Das Gravelbike hingegen bietet mir mehr Montagemöglichkeiten von Taschen und hat die deutlich angenehmere Sitzposition. Den Stoneman Arduenna in Belgien werde ich auf jeden Fall mit dem Fatty fahren. Dort gibt es steil verlaufende Trails mit vielen Wurzeln und stets feuchten Abschnitten. Da sehe ich auch große Vorteile für ein Fatbike und lasse mein Liteville 301 MK14 lieber zu Hause. Das Fatty geht einfach viel besser den Berg hoch auch wenn es nur ne 1×10 Schaltung hat. Manche haben ja Vorurteile gegen Fatbikes, die aber zum großen Anteil aus Unwissenheit entstanden sind.

Übrigens sind aktuell nur 3 oder 4 Frauen beim Taunus Bikepacking Nr.5 gemeldet- vielleicht wäre das ja auch was für Dich. Es wäre schön wenn ein paar mehr Mädels dabei wären. Vielleicht nimmst du das Event mal in deine Liste auf. Ich find das gar nicht so schlecht, da das Rennen in Deutschland stattfindet. Bei Events im Ausland könnte Corona wieder zu einem Risiko oder Einreiseproblemen führen.

Liebe Grüße
Thomas
,der Deine Art zu schreiben wirklich klasse findet! Bitte weiter so!

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