Northcape 4000 – meine Fahrt bis ans Ende der Welt

by Sara Hallbauer
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Nordkapp 71° 10’ 20” – der nördlichste über Strassen erreichbare Punkt Europas. 17 Tage, 4.500 Kilometer und 30.000 Höhenmeter nach meinem Start beim Northcape 4000, ein Ultracycling Rennen, stehe ich am Ende der Welt: Ich habs tatsächlich geschafft – als zweite Solo-Frau in diesem unsupported Bikepacking-Abenteuer. Ich kann es kaum glauben. Statt den Rädern rollen nun die Tränchen. Lest hier die ganze Story dazu. 

Das Northcape 4000 (NC4k) ist ein Lang – Distanz Radrennen, das über ca. 4.000 Kilometer vom Gardasee ans Nordkapp führt und jährlich ausgetragen wird. Dabei unterscheiden sich die Routen jedes Jahr.

Distanz: 4.500 km

Anstieg: 30.000 hm

.Höchster Punkt: Vršič (1.611 m)

Tage: 17

Die Route des Northcape 4000 - wie kommt man vom Gardasee ans Nordkapp?

In der vierten Ausgabe geht es auf einem vorgegebenen Track einmal komplett durch Osteuropa, von Italien, nach Slowenien, durch Ungarn, die Slowakei, Polen, an der russischen Grenze entlang nach Litauen, Lettland, Estland, Finnland und schließlich Norwegen. 

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Innerhalb von 22 Tagen sind 4.500 Kilometer und 30.000 Höhenmeter zu überwinden und vier Checkpoints zu passieren: Tihany am Balaton, Krakau, Riga und Rovaniemi. 

Was bedeutet "unsupported"?

Es handelt sich um ein sogenanntes “unsupported” Radrennen, d.h. jeder Teilnehmer hat sein Gepäck am Fahrrad und muss alle Unterkünfte auf dem Weg selbstständig organisieren. Begleitfahrzeuge sind nicht erlaubt. Es gibt keine Verpflegungsstationen unterwegs. Auch bei Pannen muss sich jeder Teilnehmer selbst helfen. Das macht schließlich das ganze Abenteuer aus.

Northcape 4000 - Mein Erfahungsbericht

Wie kommt man auf die Idee, sich das antun zu wollen?

Endlich wieder rauszukommen, zu reisen und etwas zu erleben war mir nach diesem Corona Drama ein großes Bedürfnis – und prompt melde ich mich am ersten Dezember 2020 in einem Anflug von Übermut zum Northcape 4.000 an: Ich finde die Idee, aus eigener Kraft bis ans Ende der Welt zu fahren, genial. Den ganzen Tag meinem Lieblingshobby nachzugehen und nichts anderes tun, als zu drücken, zu ziehen, zu drücken, zu ziehen – mit Wind im Gesicht und dem Surren der Kette in den Ohren – was kann es besseres geben? 

Dass ich dabei mindestens 200 Kilometer am Tag fahren muss, um in 22 Tagen anzukommen, dass die Route einmal quer durch das mir völlig unbekannte Osteuropa geht, dass ich als Frau ganz alleine bin – das sind alles Sorgen und Ängste, die erst später kommen. Im Moment der Anmeldung denke ich darüber keine Sekunde nach. Pippi ist da eine ganz gute Inspiration: 

“Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe”. 

Pippi Langstrumpf

Northcape 4000 - Das Briefing vor dem Start

So kommt es, dass ich ein halbes Jahr später mitten in Rovereto beim Briefing stehe. Ich bin aufgeregt wie die Hölle. Um mich herum fast nur Männer, ich bin eine der wenigen Frauen, die an diesem Abenteuer teilnehmen. Mich begeistern die viele coolen Bikes und die interessanten Set-Ups der anderen Teilnehmer. Ich hole meine Startunterlagen und den Tracker ab. Für die nächsten Wochen bin ich die Nummer 82. Alle Interessierten können mittels Livetracking auf northcape4000.com meine Position mitverfolgen. 

Hauptsache, Du hast es versucht

Prompt werde ich für ein Interview herausgezogen und nach meinen Erwartungen an das Northcape 4000 gefragt. Doch was für Erwartungen sollte ich schon haben? “Wenn ich es nicht schaffe, ist es auch ok – Hauptsache ich habe es versucht” ist meine Antwort auf die Frage. 

Denn meine Vorbereitung auf das Ultracycling Rennen läuft alles andere als optimal. Die letzten sechs Wochen vor dem Event herrschen absolutes Sportverbot. Fälschlicherweise wird bei mir ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Es handelt sich jedoch nur um eine Muskelverspannung, was erst kurz vor dem Start richtig gestellt werden kann. Ein absolutes Chaos – die Erwartungen liegen also bei Null. Gut so.

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Northcape 4000 Teil 1 - Ab in den Osten durch Slowenien und Ungarn

Es geht los - endlich!!

Am Tag der Grand Depart ist einiges los. Frauen und Töchter verabschieden ihre Männer und Väter, Enkel ihre Großväter. Manche mit deutlichen Renn-Ambitionen, vielen geht es jedoch nur um das Abenteuer. Es ist ein Traum, der uns alle eint: das Nordkapp. Dieses Ziel versuche ich jedoch komplett auszublenden. Es erscheint mir zu groß und zu ambitioniert. Ich fahre deshalb erstmal zum Baden an den Plattensee und dann vielleicht nach Krakau und wenn es gut läuft… Ohne Social Media Begleitung. Ohne Druck. Nur mein Rad und ich. 

Der Startschuss fällt um 8:30 in der früh und der Tross bewegt sich aus Rovereto hinaus. Es geht mit 200 anderen Radlern, davon 25 Frauen, den Passo Borcola nach oben. So langsam aber sicher legt sich meine Aufregung und ich finde meinen Tritt. Es geht flach Richtung Osten der slowenischen Grenze entgegen. Am späten Nachmittag treffe auf Matthias aus Stuttgart und Hans aus Berlin. Wir fahren ein Stück gemeinsam. Am ersten Tag beschliessen wir alle es noch nicht zu überziehen und so endet die erste Etappe nach 240 Kilometern in Tarcentino in einer kleinen Pension, die ich mir spontan auf Booking.com buche. 

Slowenien, Du schöne!

Die nächsten Tage geht es immer Richtung Osten. Ich fahre über den Passo Tanamea und überquere schliesslich die slowenische Grenze. In der Mittagshitze quäle ich mich den Vrsic hinauf, Sloweniens höchsten Pass mit 40 Kehren. Es folgt der Triglav National Park und anschließend  der Bleder See.

Tihany, der erste Checkpoint am Plattensee

Tags darauf geht es nach Ungarn. Das merke ich daran, dass die Strassen in sehr schlechtem Zustand sind und der Buchstabe “ö” in den Ortsnamen deutlich öfters vorkommt als zuvor. Tihany am Plattensee ist der erste Checkpoint der Tour. Leider bin ich 8 Minuten zu spät dran und das Tourismusbüro hat bei meiner Ankunft schon geschlossen. Macht aber nichts, ich kann auch ohne Stempel weiterfahren. 

Weiter geht es, nach Budapest.

Müde bin ich. 20 Kilometer vor Budapest übermannt mich der Sekundenschlaf und ich muss mich für ein 15 minütiges Power Nap auf die Wiese legen. Die restliche Fahrt in die Stadt hinein ist ziemlich nervig. Sehr viel Verkehr, super schlechte Straßen – aber ich freue mich sehr darauf,  die Donau zu sehen. Das Wasser, das hier fliesst, ist schließlich auch schon in meinem Heimatort Ehingen an der Donau vorbeigekommen. Der Track führt durch die Budapester Innenstadt, vorbei am prächtigen Parlamentsgebäude – sieht irgendjemand hier meine Peace Socken? 

Meine Ultracycling Race Routine - lieber B&B statt Biwacksack!

Nach vier Tagen Northcape 4000 habe ich meine Routine gefunden: ich schlafe meistens in kleinen Pensionen oder B&Bs, da man hier nach einer Dusche und auf einem frischen Laken deutlich besser schläft als verranzt im Biwacksack am Strassenrand. Jeden Morgen um ca. vier Uhr klingelt der Wecker, ich packe meine Sachen zusammen und bin spätestens um 5 Uhr auf dem Rad. 

Ohne Frühstück allerdings, das hole ich mir unterwegs in Supermärkten oder Tankstellen: Sandwiches, Croissants, süsse Teilchen – alles was nicht niet- und nagelfest ist wird weggefuttert. Ich schütte Kakao, Kefir und Trinkjoghurt literweise in mich hinein. Aufgrund der Hitze schmelzen mir meine Snickers weg, saure Stäbchen von Haribo sind eine gute Alternative aber nicht genug – und so habe ich ständig Hunger. 

Ich fahre fast jeden Tag alleine. Ich begegne zwar anderen Teilnehmer (liebe Grüße an Gabi, Matthias und Maurits) – am liebsten ist mir aber mein eigener Rhythmus. Ein Lied in Dauerschleife gibt mir den Takt zum Pedallieren vor. Gedanken kommen und gehen und ich bin sehr glücklich hier teilnehmen zu können. Langsam wächst auch mein Vertrauen in meine Leistungsfähigkeit. Meine Streckenabschnitte liegen anfangs bei eher 220-240 km am Tag, sie werden jedoch immer länger. 

Aufgrund der abartigen Hitze (bis zu 40° Grad am Plattensee) muss ich sehr viel Schwitzen, was sich langsam in Sitzbeschwerden äußert. Dass ausgerechnet mein Sitzfleisch anfängt mir Probleme zu bereiten, hätte ich am allerwenigsten gedacht. 

Northcape 4000 Teil 2 - Weiter gehts durch die Slowakei, Polen und Litauen

Die Hohe Tatra

Nach Ungarn folgt die Slowakei, es geht über die Hohe Tatra immer Richtung Nordosten. Ich kurbele durch den Narodny Nationalpark auf einsamen Waldwegen nach oben, in das höchste Slowakische Skigebiet Tatranská Lomnica. Landschaftlich ein absolutes Träumchen. Auf kleinen Strässchen und zum ersten Mal im Regen geht es weiter und ich bin auf einmal in Polen. 

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Die Strasse nach Krakau ist der Horror

In Kraukau wartet der nächste Checkpoint auf mich, doch die Fahrt dahin ist der absolute Horror. LKW mit ausscherenden Anhängern donnern an mir vorbei, tausend Baustellen wollen umfahren werden. Die Fahrer hier sind keine Radfahrer gewöhnt und nehmen keinerlei Rücksicht.

Durch die polnische Prärie

Die Strecke führt durch die polnische Provinz. Plötzlich will meine Kette nicht mehr aufs große Blatt springen – der Akku meiner Schaltung ist alle! Wie kann das denn passieren? Ich bin Gott froh, dass ich mein Ladekabel dabei hab und während des Fahrens über meine Powerbank aufladen kann. Das wichtigste ist echt Strom, denn ohne Navi, Handy oder Schaltung bist Du bei so einer Tour komplett aufgeschmissen.

Meine Übernachtung am östlichsten Punkt der Tour - davor hatte ich schon bei der Planung schiss.

Die Übernachtungsmöglichkeiten sind in Polens Pampa ziemlich rar. So kommt es, dass ich am Abend des siebten Tages um 19 Uhr immer noch 80 Kilometer zu radeln habe. Im allerletzten Winkel Polens, direkt an der russischen Grenze, auf einem Bauernhof am Rande des Dörfchens Sarnaki liegt an diesem Abend meine Unterkunft. Puh, da hab ich ganz schön Schiss davor – so ganz alleine auf einem verlassenen Bauernhof im absoluten Nowhere an der russischen Grenze? Ich fahre alleine durch die Nacht und muss mehrfach vor Hunden fliehen, die mich mit gefletschten Zähnen verfolgen. Das hält mich immerhin wach und meinen Adrenalinspiegel hoch. 

Mit 331 Kilometern wird das einer der längsten Tage der Tour. Ich komme nachts um halb 12 völligst fertig in Sarnaki an. Der Bauer ist total nett, er hat den ganzen Abend auf mich gewartet. Er bewundert meine sportliche Leistung, zeigt mir mein kleines, sauberes Zimmer und ich falle totmüde ins Bett. Meine ganze Angst vor diesem Flecken Erde war total unbegründet und ich schäme mich deswegen. 

Grand kack malheur

Niklas, Teilnehmer der NC III Edition, hatte mich schon vorgewarnt: Irgendwann kommt die Krise – und voilà da ist sie! Total übermüdet steige ich am nächsten Morgen aufs Radl, doch weit ich komme nicht. Nur 40 Kilometer später hab ich einen Platten. Ich wechsel den Schlauch, doch beim Versuch den Mantel auf die Felge zurückzubekommen, kracht mein erster Reifenheber, danach der zweite. Was geht ab! Niegelnagelneu und Vollschrott! 

Northcape 4.000 - gebrochene Reifenheber
Niegel nagel neu und Vollschrott!

Zum Glück passiert das ganze in Blak, einem kleinen polnischen Dörfchen. In der dortigen Auto Werkstatt versucht Tomek, ein Mechaniker, den Mantel mit einem Metall-Schraubenzieher auf die Carbon-Felge zu hieven. Nicht die beste Idee. Schließlich schafft er es mit bloßen Händen. Ich bin überglücklich, danke, dzieki! 

Ich fahre schnell weiter, habe ja super viel Zeit verloren. Den Rest der Fahrt verbringe ich damit, in verschiedenen Geschäften auf dem Weg nach Reifenhebern zu fragen, erfolglos. Die Leute hier wissen nicht mal was das ist! Schließlich trete ich noch in einen riesigen Haufen stinkenden Hunde-Kack – was ist heute eigentlich los?

Hattest Du jemals ans Aufgeben gedacht? Nur einmal. An diesem Tag.

Es ist 15 Uhr. Ich hab zwar erst 150 Kilometer auf dem Tacho, für mich ist dieser Tag gelaufen. Ich suche mir die nächstbeste Pension. 

Außerdem bedrückt mich die Nachricht, dass eine der Teilnehmerinnen in Budapest einen tödlichen Unfall hatte. Olga. Sie stand am Start neben mir und hatte mir noch erzählt wie sehr sie sich auf diese Reise gefreut hatte. Ich hatte ihr viel Glück gewünscht. Und jetzt ist sie nicht mehr da? 

Ich bin fertig, traurig, totmüde, hungrig, ohne Reifenheber und muss mich erstmal neu sortieren. Pause. Essen. Schlafen. Ich kann zu diesem Zeitpunkt nur noch stehen oder liegen. Höflich formuliert habe ich enorme Sattelschmerzen – gemeint sind aber zwei große, offene, entzündete Wunden an beiden Pobacken, die höllisch weh tun. Ich hab mir den ganzen Hintern aufgescheuert. Ob ich so weiterfahren kann und das überhaupt noch will? Ich habe allerhöchste Zweifel

In love with Pippo & friends

Am nächsten Morgen schaue ich aufs Handy, blinzele zweimal und kann mein Glück kaum glauben: Pippo, ebenfalls Northcape 4000 Teilnehmer, hat mein Foto von den kaputten Reifenhebern auf Strava gesehen – und fragt, ob er mir seine hinterlegen soll. Er ist mit seinen zwei Kumpels ca.150 km vor mir und sie hätten mehrere dabei.

“... und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Engel her”.

Meine Oma

Die drei Jungs sind mir auf der Tour schon öfters begegnet aber dass sie mir das einfach so anbieten? Unfassbar. Da ist an Aufgeben nicht mehr zu denken! Ich beisse meine Zähne zusammen. Gott sei Dank führt uns der Track in das flache Litauen. Die Aerobars kommen zum Einsatz. Fortan liege ich mehr auf dem Rad als dass ich sitze und schaffe es so, meine Schmerzen einigermaßen zu ignorieren. 

Der Moment, als ich an der Tankstelle in Suwalki die für mich hinter einem Busch hinterlegten Reifenheber finde, ist einer der besten der Tour. DANKE, DANKE, DANKE. Ich gebe weiter Gas und hoffe, dass ich meine drei italienischen Freunde einholen kann, um mich für das Tool zu bedanken. 

Prompt werde ich von der litauischen Polizei angehalten. Die Frage “What is the purpose of your journey?” gibt mir viel Stoff zum Nachdenken.

Northcape 4000 Teil 3 - immer Richtung Meer - Lettland & Estland

Regen in Lettland

Auf flachen Straßen geht es im strömenden Regen quer durch Lettland. Am frühen Abend begegne ich wieder Maurits und Matthias, die mich wegen meiner Reifenpanne wieder eingeholt haben. Gemeinsam fahren wir nach Riga, dem dritten Checkpoint, und gönnen uns eine große Portion Pasta am Abend. 

Estland duftet nach Wald

Am nächsten Tag (ich fahre wieder vor den anderen los) windet es stark vom Meer her und ich muss höllisch aufpassen, dass ich mit meinen Felgen nicht in den Straßengraben gedrückt werde. 

Auf dem Weg treffe ich Cal Sandro, der arme Kerl hat sein Handy und seinen Geldbeutel verloren und schließt sich mir deshalb erstmal an. Ich hab ein Zimmer in einem estonischen Nacht-Club gebucht. Da bin ich ganz froh, nicht alleine aufschlagen zu müssen.  Auf dem Weg dahin treffen wir Jared und seine Freunde, die mit ihrem Projekt „Richtung-Norden.eu“ Spenden für Kinder in Uganda sammeln, sehr coole Aktion!

Tallinn ist ein großer Meilenstein auf dieser Reise

Cal Sandro und ich drücken in die Pedale, erreichen schließlich Tallinn – Wahnsinn, bis hierher habe ich es schon geschafft! Wenn ich nun auf die Fähre nach Helsinki steige gibt es kein Zurück mehr! Dann ist statt Zug definitiv Fliegen angesagt. Bisher hatte ich mich immer nur von Etappe zu Etappe, von Großstadt zu Großstadt voran gehangelt und nun heisst es wirklich: Nordkapp – ich komme! Zwischenjubel.

und das Beste: Wir treffen zufällig auf Pippo, Maurizio und Luca mitten in der Innenstadt. Wie cool, ich hab die drei wieder eingeholt. Dann kann ich mich auf der Fähre für die hinterlegten Reifenheber bedanken. 

Die Überfahrt nach Helsinki dauert nur 2 Stunden, die wir mit Essen und Chillen auf dem Sonnendeck verbringen. Ich bin total happy. 

Northcape 4000 Teil 4 - Der hohe Norden: Finnland und Norwegen

Finnland kommt in Wellen daher

Die Fahrt aus Helsinki hinaus hat es ganz schön in sich: Landschaftlich wunderschön mit sehr vielen Birkenwälder, doch es ist ein ständiges Auf und Ab. Wir fahren in der Gruppe weiter und haben es nicht mehr weit bis zur gemeinsamen Unterkunft.

Wir pennen alle beim @oldschoolguy1977. Ein Finne, der mit seiner Familie eine alte Schulturnhalle zum Nachtlager umfunktioniert hat. Ich schlafe on stage direkt unter dem Basketballkorb. Der Oldschoolguy verfolgt das Rennen schon seit Tagen, viele Nordkapp Radler haben bereits bei ihm Station gemacht. Er hat einen Kühlschrank voll mit Essen, frische Semmeln, Obst für uns. Mega!

Nur Wald und Seen in Finnland - sonst nichts!

Wie immer starte ich in der Früh, die anderen pennen noch. In Finnland gibt es einfach nichts! Kaum Tankstellen und keine Supermärkte. Nur Wald!! Ich muss definitiv mehr Proviant als sonst mitschleppen. Sonst sterbe ich den Hungertod. Es geht es auf dem Randstreifen des finnischen Highways schnur-stracks nach Oulu, der größten Stadt Nordfinnlands. Davon gibt es auch nichts zu berichten, stumpf treten, Kopf abschalten, Verkehr ignorieren. Die Rentier Warnschilder stehen schon.

Santa Claus wohnt in Rovaniemi - wusste ich bis dato auch noch nicht

Am nächsten Tag steht Lappland auf dem Programm. Ich fahre durch das Rentier Schutzgebiet und endlich sehe ich auch welche. Rentiere links und Rentiere rechts und die laufen alle so lustig. Einfach an der Strasse entlang, wunderschön. Schließlich erreiche ich Rovaniemi, die Hauptstadt von Lappland und der letzte (!) Checkpoint der Tour. Ich bin am Polarkreis (66° 22’ 55”) angekommen. Ab jetzt bin ich offiziell ein “Polar Rider”. War hätte das von mir gedacht? Ist doch toll, was man in so einem Leben alles werden kann. Hier im Weihnachtsmanndorf wohnt Santa Claus. Doch leider ist sein Büro schon geschlossen – ich bin wie immer zu spät am Checkpoint. 

Schock: 2 Tage vor dem Ziel entdecke ich ein Loch im Mantel!

Ich übernachte in einer kleinen, urigen Hütte auf einem Campingplatz, der noch aus dem 18. Jahrhundert stammt. Doch als ich meine Tasche vom Radl nehmen will, kommt der große Schock: ein riesen Loch im Mantel. 

Mein Magen krampft. Ich bin so weit gekommen und jetzt passiert mir sowas? Zwei Tage vor dem Ziel? Im Gegensatz zu allen anderen Teilnehmern hab ich keinen Ersatzmantel dabei, ich wollte Gewicht sparen. Hier oben gibt es auch keine Fahrradgeschäfte mehr. Ich telefoniere mit Axel und bin im Panikmodus. Er versucht mich erstmal zu beruhigen. Schließlich ist da zwar ein Loch im Mantel, das ist aber noch nicht ganz durch. Der Schlauch ist noch ganz. Und ja, den Trick mit dem 5 Euro Schein kenne ich. Das heisst selbst wenn der Mantel ganz kaputt ginge, könnte ich ihn immer noch reparieren, das hab ich auch schon ein paar Mal gemacht. 

“Das ist keine Katastrophe, du machst nur eine draus!!”

Axel Hallbauer

Ok, dann mach ich eben keine Katastrophe draus. ABER DAS IST EINE KATASTROPHE!! Ich gehe missmutig ins Bett und versuche drüber zu schlafen.

Mind fuck day - die mentale Challenge ist halt doch größer als die physische

Am nächsten Morgen ist das Loch im Mantel immer noch da. Schade eigentlich 😉 Der Reifen ist aber noch nicht platt und so steige ich um fünf aufs Rad und fahre weiter. Doch ich kann mich nicht konzentrieren. Meine Gedanken kreisen um das Loch im Mantel: „Bestimmt habe ich gleich einen Platten. Bestimmt muss ich aufhören, so kurz vor dem Ziel. Jetzt bin ich so weit gekommen und dann klappt es doch nicht. Es hat nicht sollen sein.” Bis zu diesem Tag bin ich fast jeden Tag total positiv eingestellt. Doch jetzt, so kurz vor dem Ziel, macht mir mein Kopf einen Strich durch die Rechnung.

Arbydas aus Litauen macht es zu seiner Mission meine Mission zu retten

Um kurz nach acht komme ich an eine Tankstelle. Ich bin völligst fertig – mit den Nerven. Ich komme ins Gespräch mit einem Motorrad Fahrer und erzähle ihm, dass ich total Angst hab, dass mir der Mantel so kurz vor dem Ziel kaputt geht. Arbydas aus Litauen fällt schier aus allen Wolken als er realisiert, dass ich im Schnitt 270 km am Tag mit dem Radl zurücklege – also am Tag und nicht in der Woche….Selbst mit dem Motorrad würde er das nicht schaffen. Und so bietet er mir an, mir einen Mantel zu besorgen. Ein solches Unterfangen könne doch nicht an sowas scheitern!

Wo fängt unsupported an und wo hört es auf?

Doch die einzige Möglichkeit hier einen Mantel aufzutreiben, ist einen der Northcape 4000 Finisher zu fragen – denn ein Fahrradgeschäft gibt es hier oben nicht. Wir tauschen Nummern, ich teile mit Arbydas für die nächsten acht Stunden mein Live Tracking und gemeinsam fahren wir los Richtung Nordkapp. Er mit dem Motorrad und ich mit dem Rad. Es sind noch 500 Kilometer bis zum Ziel. 

Motorrad- und Rennradfahrer haben sich doch gern

Um 14 Uhr klingelt mein Handy. Arbydas ist am Telefon. Er hat auf dem Weg zum Nordkapp jeden Radler gefragt und schließlich einen gefunden, der ihm seinen Mantel verkauft hat. Er stehe nun an einer Tanke mit zwei anderen Motorradfahrern, die auf dem Weg in den Süden seien und mir den Mantel vorbei fahren könnten? Ich weiß nicht was ich sagen soll. Um 16 Uhr treffe ich Mia und Antti aus Oulu, die mir den Mantel an einer Strassenkreuzung übergeben. Ich hab Tränen in den Augen. So viel Glück hat kein Mensch verdient. Wie kann ich das nur wieder gut machen?

Teil 5 - Northcape 4.000 Finale

I knew this god damn road was mine

Der 17. Tag wird der letzte Tag meiner Tour – ich fahre und fahre und fahre. Mit Iggy Pop und The Passenger im Ohr singe ich lauthals “i knew this god damn road was mine, la la la la la la la la”. Es sind noch 388 Kilometer bis zum Ziel, der Countdown läuft, die Kette schnurrt. Ich passiere die letzte Grenze von Finnland zu Norwegen. Der Weg ist hügelig, das Wetter sonnig. Norwegen zeigt sich von seiner besten Seite. Ich geb Vollgas und hole das Letzte und Beste aus mir heraus – mit dem neuen Ersatzmantel im Gepäck ist auch mein Kopf wieder voll dabei! 

Der Nordkapp Tunnel: Tunnel des Grauens!

Doch noch einmal wird es kritisch – es wartet der Nordkapp Tunnel auf mich. Der Unterwasser- Tunnel verbindet das norwegische Festland mit der Insel “Mageroya” auf der sich das Nordkapp befindet. Es geht mit einem Gefälle von 9 Grad in eine eiskalte Gefriertruhe hinab und 7 km später wieder hinauf. An der tiefsten Stelle liegt der Tunnel 212 Meter unter dem Meeresspiegel. Es ist stockdunkel und der Geräuschpegel ist enorm. Als endlich wieder Licht in Sicht kommt bin ich Gott froh! 

Die Rentiere feuern mich auf den letzten Metern an

Kurz nach dem Tunnel treffe ich auf eine Rentierherde, die mich ein Stück des Weges begleitet und anfeuert, go Sara go! 

Ich schaue auf mein Wahoo, auf meinem letzten Track ist nach 4.500 Kilometern das finale Zielfähnchen zu sehen. Noch 30 Kilometer. Ein letzter Kaffee Stopp in Honningsvag, ich trödele rum und will nicht, dass es endet. Die letzten Kilometer werden emotional. Die Tränchen rollen…vor Freude, dass ich es geschafft hab… vor Trauer, dass dieses “Adventure of a lifetime” zu Ende ist

Ein riesiger innerer Jubel.

Fassungslosigkeit. 

Ich bin da, am Ende der Welt. Da, wo es nicht mehr weitergeht und wonach nichts mehr kommt:  Nordkapp  71° 10’ 21”.

Northcape 4000 - mein Fazit

Da bleibt nicht mehr viel zu sagen – Meine Fahrt ans Nordkapp war eine wundervolle Erfahrung. 

"Aber diese hardcore Brevets hinterlassen bleibende und positive Spuren. In den Erinnerungen, im Selbstvertrauen und in der Widerstandsfähigkeit."

Andreas Luginbuehl (Ancien PBP)

Klar – viele Leute sagen, dass 270 Kilometer pro Tag, 17 Tage hintereinander, eine “krasse” Leistung sei. Doch um die vielen Kilometer pro Tag oder dass ich als zweite Solo-Frau ins Ziel gekommen bin, geht es hier nicht. Was ich vielmehr von dieser Reise mitgenommen habe ist folgendes:

1. Ein Problem – eine Lösung.

Es bis ans Nordkapp geschafft zu haben,  gibt mir auch für zukünftige Abenteuer das nötige Vertrauen, auf jede Art von Problemstellung eine passende Antwort zu finden. Auch ein vermeintliches Loch im Mantel ist keine Katastrophe, sondern nur eine Herausforderung, die bewältigt werden möchte. 

2. Am glücklichsten bist Du im Hier und Jetzt

Das, was man sich alles Schlimmes im Kopf ausmalt, passiert meistens eh nie und raubt Dir nur unnötig Energie. Panikmodus und allzu große Angst vor ungelegten Eiern ist absolut unproduktiv. (leichter, gesagt, als getan – ich weiß!!). Den Ersatzmantel hab ich übrigens nicht gebraucht 🤣🤣.

3. Wir alle können viel mehr als wir uns eigentlich zutrauen – gerade auch alleine.

Ich bin ohne Begleitung losgezogen, ganz alleine. Das war vielleicht mutig, aber sicherlich viel einfacher als wenn ich auf eine weitere Person hätte acht geben und Kompromisse finden müssen. Ich habe unterwegs – wie schon so oft – wundervolle Menschen kennengelernt. Ich kam so einfacher mit anderen ins Gespräch, war offener und interessierter. Insgesamt eine sehr schöne Erfahrung. 

Gleichzeitig war ich doch nie ganz alleine – Axel war per Telefon und Whats App immer da und hat mich angefeuert oder versucht zu beruhigen. Meine Strava Kollegen haben jede Etappe gefeiert und so lustig kommentiert, dafür vielen DANK!

4. Die Fahrt hat mir geholfen, eine große Gelassenheit zu entwickeln.

Nach jedem Hoch kommt das Tief, nach jedem Anstieg kommt die Abfahrt, nach dem Flow kommt der Hungerast. Jedes Gefühl kommt und jedes Gefühl geht, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich habe jede Emotion dieser Welt, sowohl positiv als auch negativ, mindestens einmal durchlebt: Freude, Stolz, Glück, Wut, Trauer, Neid, Angst, Liebe, Hass. Und auch das Negative hat sein Positives: Wut treibt Dich an und gibt Energie, Hilflosigkeit lässt Dir die Hilfsbereitschaft Deiner Mitmenschen zuteil werden, Angst schützt Dich. Die Angst vor Hundebissen bringt sogar Watt-Spitzenwerte auf den Tacho, meine Zwift Kollegen wären stolz auf mich. Es gibt eben nicht nur happy – und darauf muss sich jeder, der eine solche Reise antritt, einstellen. 

Ich hab nicht nur halb Europa, sondern auch mich selber erfahren. Die litauische Polizei hat mich nach dem Purpose meiner Reise gefragt – Abschliessend kann ich nur alle Jungs & Mädels da draussen ermutigen:

"Kommt raus aus dem Windschatten und rein ins Abenteuer - denn wenn ich das kann, könnt Ihr das auch!"

Sara Hallbauer

STOP! Hast Du Fragen zur Reise und gibt es noch etwas, das Dich interessiert? 👉Bevor Du weiter klickst würde ich mich RIESIG über einen Kommentar von Dir freuen. Danke Dir und machts gut! 🤗

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22 comments

Holger Schürmann 19. Oktober 2021 - 8:51

Wie toll! Ich bin dein Fan.

Reply
Sara Hallbauer 19. Oktober 2021 - 9:52

DANKE Dir Holger, wer hätte das je gedacht :-))) Lieben Gruß! 🤗

Reply
Antonia 18. Oktober 2021 - 9:00

Wow, einfach nur mega. Danke dir für den tollen Erfahrungsbericht und weiterhin alles Gute on the road! 🙂

Reply
Sara Hallbauer 18. Oktober 2021 - 9:33

Hallo Antonia,
vielen lieben Dank – freut mich sehr, wenn Dir der Beitrag gefällt ☺️
bis bald und lieben Gruß
Sara 🤗

Reply
Bea 11. Oktober 2021 - 19:02

Hallo Sara,
du kannst dir nicht vorstellen, wie glücklich Du mich mit diesem tollen, ehrlichen und inspirierenden Bericht gemacht hast.
Ich habe alle Wörter so richtig verschlungen.
Seit diesem Jahr bin ich auch auf den Geschmack gekommen und habe einige solcher Abenteuer bestritten (viel kürzere Touren) und viele deiner Worte haben mir FreudesTränen bereitet weil ich mich so hineinversetzt habe und einiges auf meinen Touren auch so erlebt habe..
Vielen lieben Dank, das du mich auf dieses Abenteuer von Dir mitgenommen hast und mich noch mehr bestärkst, solche verückten lustigen Abernteur zu machen und nun bekomme ich das auch nicht mehr aus dem Kopf 😎
Ganz strake Leistung, absolut mega.
Grüße aus dem Vogtland sagt Bea 👋

Reply
Sara Hallbauer 12. Oktober 2021 - 22:32

Hallo Bea,
mega, vielen lieben Dank für dieses tolle Feedback, das freut mich riesig!! und suuuper, dass Du auch fährst – wie lange spielt ja absolut keine Rolle. Hoffe wir sehn uns ja evtl. auch mal bei einem der Events nächstes Jahr? und wenn Du hier im Tölzer Land mal unterwegs bist, gib unbedingt Bescheid 🙂 Viele liebe Grüße
Sara

Reply
Bea Frank 11. Oktober 2021 - 12:59

Hallo Sara,
Was für ein Ritt und unglaublich was du geleistet hast, ganz stark. Vielen Dank für diesen tolle Bericht und das du mich so daran teilhaben ließt. Habe dieses Jahr erst mit dem Bikepacking angefangen und bin immer mehr Feuer und Flamme, weiß aus eigener Erfahrung (aber viel kürzer Strecken) das man da so viel erlebt und nur positives heraus nimmt und Berichte gerade deiner, einen auf lustige Gedanken bringt 😉
Du bist klasse.

Reply
Manu 23. September 2021 - 10:13

Liebe Sara, du bist echt der Hammer. Habe deine Tour bereits bei Strava verfolgt. Du hast meine vollste Bewunderung. Gratuliere zu deinem Mut, es macht Mut und es zeigt was so alles in einem steckt. Vielen Dank für deinen tollen Bericht, er hätte gerne noch viel länger sein können, ich fand ihn total faszinierend. Liebe Grüße Manu (Bonnie Fly)

Reply
Sara Hallbauer 26. September 2021 - 14:34

Hallo Manu, vielen lieben Dank für Dein Feedback und auch Deine Kommentare während der Tour, das war super motivierend – gerade eben weil ich alleine unterwegs war. Der Bericht hätte noch viiiiel länger sein können, da noch so viel mehr erzählenswertes passiert ist. Das hätte aber wahrscheinlich den Rahmen gesprengt 😂 Mehr vielleicht dann mal in echt? viele liebe Grüße 😘

Reply
Bine Fuchs 22. September 2021 - 22:47

Sara, ich hab deine Tour mitverfolgt und deine Ankunft am Nordkap gefeiert. Der Bericht ist toll geworden und am Schluss hab ich auch fast ein paar Tränchen vor lauter Emotionen in den Augen gehabt. Klasse, was du geleistet hast und großartig wie du über Deine Reise berichtest. Halte doch einen Vortrag und zeig Bilder.
Wie hast du es mit den Klamotten gemacht und wie war das den ganzen Tag im Regen zu fahren?
Ich danke dir ganz narrisch für deine Inspiration.

Reply
Sara Hallbauer 26. September 2021 - 14:37

huhu Bine, danke Dir für das Feedback und die Kommentare auf Strave, das war echt cool!! ja, das mit dem Regen ist auch so ne Sache: Augen zu und durch! und dann Regenjacke, Hose und Überschuhe anziehen. Zum Thema Ausrüstung folgt aber noch ein extra Artikel. Soviel schonmal vorab: Ich hatte nur ein Trikot und eine Bib dabei, die hab ich jeden Tag gewaschen. VIele liebe Grüße 🙂

Reply
Dietmar 22. September 2021 - 21:32

Hallo Sara,
Hut ab – Wahnsinnsleistung!! Danke für den tollen Bericht. Ich bin gerade erst am Anfang meiner Bikepacking-Abenteuer und schaue mit Bewunderung auf Deine … aber ich stimme Dir zu … einfach machen und ausprobieren … der Weg ist das Ziel im Hier und Jetzt!
Grüße aus Schwalbach am Taunus
Dietmar

Reply
Sara Hallbauer 26. September 2021 - 14:38

Hallo Dietmar, ja das ist doch die beste Idee – einfach loslegen. Was Dir am besten gefällt und welche Ausrüstung Du am liebsten magst, erfährst Du nur noch im Praxistest 🙂 Lieben Gruß und allzeit gute Fahrt!
Sara

Reply
christoph urban 22. September 2021 - 17:49

hey sara, sehr sehr beeindruckend, wow, was für ein trip. bin mega stolz auf dich! beste grüße aus berlin und bis bald, christoph

Reply
Sara Hallbauer 22. September 2021 - 21:16

hi Grie, danke DIR – Mensch, wer hätte damals bei MTV gedacht, dass ich Kettenraucher es jemals mit dem Rad ans Nordkapp schaffe 😂 bis bald und viele liebe Grüße 🙂

Reply
Conrad 22. September 2021 - 15:28

Hallo Sara, Danke für Deinen tollen Bericht, der mich noch mehr bestätigt und motiviert hat, für meine Herausforderung in diesem Jahr… Am 10.10. https://cyclotour.ch/ versuche ich die Seeumrundung zu schaffen…

An diesem Samstag ist die Generalprobe 3x mal um den Zürisee und die Herausforderung mal länger als 5 Stunden im Sattel zu sitzen… was alles geht, zeigt mir nun Dein Beispiel…

Einen lieben Gruss

Christoph
PS: Das mit der Musik werde ich auch versuchen

Reply
Sara Hallbauer 22. September 2021 - 17:15

Hallo Christoph, schön, danke Dir für das Feedback 🙂 Ich drück Dir ganz ganz fest die Daumen für Deine Tour, super, dass Du da an den Start gehst 🥳 Den Knopf hab ich übrigens immer nur in einem Ohr und auch nur wenn ich alleine bin – damit ich noch genug von der Umwelt mitbekomme.
Lieben Gruß Sara

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Christoph Conrad 23. September 2021 - 10:59

Liebe Sara, vielen Dank für’s Daumen drücken. Das mit nur einer Seite im Ohr hatte ich auch vor, denn ich mag es auch nicht, wenn ich mich selber und die Umwelt nicht mehr hören kann…

Liebe Grüsse Christoph

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Joseph Straub 22. September 2021 - 9:55

Meine tiefste Verehrung… Tolle Leistung…. Macht Lust auf nachmachen

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Sara Hallbauer 22. September 2021 - 10:13

Hallo Sepp, coool – vielen lieben Dank für Dein Feedback. Dir weiterhin gute Fahrt!

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Britta 22. September 2021 - 2:50

Habe bis hier hin gelesen! Irre Tour! Inspiriertmich sehr und bereichert meine Träume für eigene Ziele! Vielen Dank dass Du das auf diese Weise teilst! Ride on! Britta

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Sara Hallbauer 22. September 2021 - 10:14

Hallo Britta, cool – Danke fürs durchhalten beim Lesen 🙂 Dir weiterhin gute Fahrt und dass Deine Träume in Erfüllung gehen 🙂

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